Montag, 30. Mai 2011
Gurken
Sonntag, 29. Mai 2011
Ort ohne Adresse
Prana
liquide cristal
Montag, 25. April 2011
In einem Zoo
-Guten Tag. Ähm... Ich glaube, mit den Tapiren stimmt etwas nicht.
-Was soll denn mit den Tapiren nicht stimmen?
-Das weiss ich eben nicht, Sie sind ja der Experte.
-Wie kommen Sie denn darauf, dass mit den Tapiren etwas nicht stimmt?
-Sie bewegen sich seltsam, nicht so, wie man sich vorstellt, wie sich Tapire bewegen. Nicht so, wie die Tapire im Fernsehen. Die Tapire im Fernsehen bewegen sich meist mehr auf diese Weise... Sehen Sie? Der Tapir hier mehr so.
-Die Tapire im Fernsehen? Wo gibt es im Fernsehen Tapire?
-Sie haben recht, noch sind Tapire im täglichen Fernsehprogramm krass untervertreten. Völlig unverständlich, meiner Ansicht nach. Aber unter uns gesagt: Ich arbeite grade an einem Drehbuch für eine Fernsehserie, in der ein Tapir Verbrechen aufklärt. Sind diese Tapire dressiert? Könnte man sie nicht so dressieren, dass sie sich genau wie die anderen Tapire im Fernsehen bewegen? Dem Zuschauer kann man schliesslich nichts Neues zumuten. Würde man ihm diese Tapire hier zumuten, er verstünde die Welt nicht mehr.
- Es gibt doch keine Tapire im Fernsehen.
- Ja eben, das möchte ich ja ändern. Sind diese Tapire dressiert?
- Na ja... Sie kommen, wenn man was zu fressen dabei hat.
- Hervorragend!
- Sie schnüffeln einen dann mit ihren kleinen Rüsseln ab.
- Ja, sie haben Recht, die Rüssel sind ganz schön klein. Das könnte ein Problem sein.
- Was?
- Haben sie nicht einen Tapir da mit einem etwas längeren Rüssel?
- Durchaus, haben wir. Julia. Aber das ist ein Elefant.
- Ein Elefant, hmm... Zeigen Sie mir den einmal?
- Sicher.
Sie gehen ein Stück.
- Die sind ganz schön gross. Im Fernsehen sehen die kleiner aus. Stimmt mit diesen Elefanten alles?
- Ich denke ja.
- Sind diese Elefanten dressiert?
- Nein, sie kommen nicht einmal, wenn es was zu fressen gibt.
- Können diese Elefanten Verbrechen aufklären?
- Ja, das machen sie den ganzen Tag.
- Hervorragend! Zwei Stück gerne, zum Mitnehmen.
Dienstag, 12. April 2011
Probleme beim Weltverbessern
Freitag, 8. April 2011
Dienstag, 5. April 2011
WENN DIE WELT ZU KOMPLIZIERT WIRD (AKW IN JAPAN, GADDAFI IN LIBYEN UND GUTTENBERG IN TROUBLES), schreibe ich über die Liebe. ODER: In Zeiten des Kapitalismus kann ich dir mein Herz nicht schenken.
in allen Wetterlagen, und
liegen uns gut.
Donnerstag, 31. März 2011
Martin Suter lässt sich vom Ruhm bescheinen

Frisur auch im Nackenbereich richtig sitzt, da ist Misstrauen dem Haargel gegenüber
durchaus angebracht. Das ist übrigens kein Sonnenlicht, welches hier in
Suters Gesicht strahlt und welches eine Sonnenbrille unabdingbar macht, es ist der Glanz des Ruhms, von dem sich Suter gerne vor wichtigen Telefonkonferenzen mit seinem Verleger bescheinen lässt.
Mittwoch, 30. März 2011
Durchmarsch
Durchmarsch heisst durchzumarschieren, nicht nach rechts und nicht nach links zu schauen, weil es rechts und links vermutlich gar nichts gibt, das von Interesse sein könnte, auch hinten nicht, nur vorne, vorne, nach vorne zieht es einen, dann marschiert man durch, ohne Punkt, das Satzzeichen des Durchmarsches ist das Komma, vielleicht noch das Semikolon. Es muss auch kein Marsch sein, kein Zweivierteltakt, man kann auch im Galopp marschieren, im Dreivierteltakt, oder bräuchte man dafür drei Beine? Nein, das kann nicht sein, um Walzer zu tanzen braucht man schliesslich auch keine drei Beine, da reichen auch zwei, also reichen für das Durchmarschieren nach vorne hin im Galopp auch zwei Beine, aber drei Beine wären sicherlich besser, denn mit drei Beinen ist man sicherlich schneller, sie könnten sich immer abwechseln, eines würde die Freizeit und die Landschaft geniessen und dann eines ablösen. Vielleicht aber wäre jemand mit drei Beinen auch erheblich langsamer, da drei Beine einfach zuviel sind und er dauernd stolperte, der Durchmarsch würde zu einem lächerlichen Gestolpere und das Links und das Rechts lachten sich krumm. Durchmarsch heisst auch alles, das man verliert, liegenzulassen, und nicht weiter daran zu denken, immer weiter vorwärts zu streben, den Knopf, der einem von der Jacke springt, liegenzulassen, den Hut, den man verliert, liegenzulassen, weil das Vorne und das Marschieren viel wichtiger ist als Knöpfe und Hüte, weil, wenn man dieses Vorne erst einmal erreicht hat, einen Knöpfe und Hüte nicht mehr interessieren, auch nicht das Hinten und der Weg, der hinten liegt. Wenn man im Vorne angekommen ist, intressiert einen eigentlich nur noch sehr wenig, vor allem, wie man vorne bleibt, und nach eingehender Überlegung kommt man zur Erkenntnis, dass vorne nur bleiben kann, wer niemals nach links oder rechts schaut und wer niemals nach hinten denkt.
ARMLEUCHTE
Dienstag, 29. März 2011
Schriftzug aus Biel
Neolithische Revolution für Kinder
Der erste Bauer war ein Kerl, der keine Lust mehr hatte, rumzulaufen. Er dachte sich wohl, dass sie alle ebensogut stehen bleiben können. So blieb er einfach am Ort und sagte den Tieren: bleibt. Und sie blieben, weil sie nur die Hand sahen, die ihnen Futter hinstreckte, und nicht die Hand mit dem geschärften Messer hinter dem Rücken. Der Bauer steckte sich ein Stück Land ab und behauptete, das wäre sein Besitz. Die anderen glaubten ihm und steckten auch Land ab. Einer machte nicht mit, der hackte lieber auf einem Stein herum. Irgendwann war der Stein rund, sodass er rollte. Damit ging er zu den Bauern und wollte Kohl und Rüben dafür. Doch die schlugen ihn damit tot. Ein anderer hackte auch auf Steinen rum, machte aber eckige, die nicht davonrollten. Man konnte sie aufeinanderstellen und sich reinlegen und es Haus nennen. Das war ein Geschäft, da hatte einer die Bedürfnisse der Menschen erkannt: eckige Steine, die nicht davonrollen können.
hier noch a bissl speed-lyrik
schön im auge behältst, aus
versehen kannst du dich dann
immer mit gutem grund
Montag, 28. März 2011
DIE SCHWEINE VON HEUTE SIND DIE SCHINKEN VON MORGEN
Der Mann auf der Brücke
Kiemenlos II
sagte er und kotzte über die Reling.

